Neujahrsempfang der Wirtschaft 2018

"Chancen" im ländlichen Raum

V.l. Michael Jann, Peter Hauk, Katrin Holzner, Sabine Philipp-Raquét, Martin Graser, Martin Hess, Reinhold Lingner, Achim Brötel, Michael Krähmer

Vier Institutionen, die Handwerks- und Wirtschaftsjunioren, der Unternehmenskreis Mosbach und das Unternehmerinnenforum hatten am 22.01.2018 unter dem Motto "Chancen" in die Sparkasse in Mosbach eingeladen.

Nach der Begrüßung durch den Sparkassenvorstand Martin Graser, der auch kurz auf die aktuellen Entwicklungen der Sparkasse Neckartal-Odenwald einging, begrüßte auch Reinhold Lingner von den Handwerksjunioren als Hauptorganisator die zahlreich anwesenden Gäste.

Landrat Dr. Achim Brötel ging in seinem Vortrag auf die Chancen des ländlichen Raumes Neckar-Odenwald-Kreis ein. Durch aktive Nutzung von Chancen wie z.B. den frühen und schnellen Ausbau des Breitbandnetzes, konnte man der vielerorts gängigen "Landflucht" entgegenwirken. Es ist sogar zu verzeichnen, dass immer mehr Menschen aus den Ballungszentren in den ländlichen Raum zuwandern. Mit verantwortlich dafür, sich bietende Chancen zu nutzen, ist auch die schnellere Reaktion auf dem Land im Gegensatz zu Großstadtgebieten. Es bleibt auch die Attraktivität für Unternehmen erhalten, was sich in einer nahezuhen Vollbeschäftigung wiederspiegelt.

Peter Hauk, Minister für den ländlichen Raum, Verbraucherschutz und Landwirtschaft bestätigte als Hauptredner auch, dass das Miteinander der Menschen auf dem Lande häufig besser funktioniere als in den Ballungszentren. Dies zeigt sich im privaten Bereich, der Kommunalpolitik und der Wirtschaft - beste Beispiele sind hier die gastgebenden Vereinigungen. Die Nähe der Bürgermeister zur Bevölkerung ist ein entscheidender Faktor für vorausschauendes Handeln und schnelle Umsetzung von neuen Plänen zur Deckung der Bedürfnisse der Gemeinde.
Durch den vermehrten Zuzug von Menschen aus anderen Gebieten Deutschlands stellt sich auch die Problematik der Bereitstellung von adäquatem Wohnraum. Oft sei der Platz knapp und auch eine Stärkung der Ortsmitten sei wünschenswert, denn diese fungieren als "Herz" der Dörfer und Städte. Deshalb sollten brachliegende Gebäude in den Zentren aktiviert werden. Bei knapper Baufläche müsse man doch langsam auch in Richtung mehrgeschossigen Wohnungsbau denken.
Immer noch verbesserungswürdig sein die Einbeziehung der Frauen. Am Beispiel der rückläufigen Bereitschaft zur Übernahme von Hausarztpraxen auf dem Land wies er auf Möglichkeiten hin. Ein Großteil der Medizinabsolventen sind heute Frauen. Würde man Gemeinschaftspraxen oder dezentrale medizinische Ver­sorgungszentren auf Genossenschafts­basis mehr fördern, hätten viele Ärztinnen die Chance auf eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die hausärztliche Versorgung wäre gewährleistet.

Der im Anschluss an den offiziellen Teil angebotene Imbiss wurde noch rege zum Austausch und Vernetzen genutzt.

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